Donnerstag, 24. Mai 2012

Hypertexte und Hypermedien: was es ist und worauf man im Unterricht achten sollte


Was sind Hypertexte & Hypermedien?
- vernetzte Textabschnitte, die nach bestimmten Vorgaben zur Auswahl stehen
- bestehen aus verschiedenen 'Modulen' oder auch Seiten, die miteinander durch Links vernetzt sind → „nicht-lineare Texte“
- Links ergeben sich aus der Strukturierung der Internetseite und aus der Reihenfolge und Auswahl zuvor gelesener Abschnitte → Struktur passt sich Bedürfnissen (Interessen, Leseweg) der LeserInnen an
- neben den Textbestandteilen ist es auch möglich, den Text mit Videos, Bildern oder Audio-Dateien zu verknüpfen → Hypermedium
- häufig und schnell veränderbar
- haben keinen festgelegten Anfang / kein festgelegtes Ende
Was ist in Bezug auf das Lesen und Produzieren zu beachten?
- Hypertexte zu lesen erfordert wesentlich mehr geistige Anstrengung und höhere Lesekompetenz als das Lesen linearer Texte, da die einzelnen Module je nach Auswahl nur wenig miteinander verknüpft sind.
- Das Rezipieren von Hypermedien kann, ebenso wie z.B. bei einem Bilderbuch, durch die vernetzten Medien vereinfacht oder erschwert werden, je nachdem, wie die verschiedenen Medien inhaltlich aufeinander aufbauen, bzw. verknüpft sind, es sind aber in jedem Fall zusätzliche Kompetenzen nötig.
-Das Produzieren von Hypertexten ist wesentlich komplexer, als das Schreiben linearer Texte, da die einzelnen Module auch sinnvoll bleiben müssen, wenn sie einzeln, am Anfang oder am Ende des Leseprozesses gelesen werden. Außerdem werden Kompetenzen gebraucht, die es technisch ermöglichen, Hypertexte zu produzieren.
- Hypermedien zu produzieren bedeutet vor allem, dass Kompetenzen nötig sind, die verschiedenen Medien mit dem Text zu vernetzen.
vor allem schwächere SchülerInnen wären zwar motiviert mit Hypertexten & -medien zu arbeiten, haben aber nicht die notwendigen Kompetenzen. 

 Siehe auch: Braaksma; Rijlaarsdam; Bergh & Madrid Lopes

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