Donnerstag, 24. Mai 2012

Blog: Was es ist und was es kann



Ein Blog ist eine (mehr oder weniger) regelmäßig aktualisierte Internetseite mit Einträgen / Postings (Kommentare, Fundstücke aus dem Internet, Tagebucheinträge, Bilder, Videos, Hyperlinks). Die Einträge erfolgen in chronologischer Abfolge, und sind in der Regel durch die RezipientInnen kommentierbar. (vgl. Schönberger 2006)
Weblogs stellen eine Form der Wissensverknüpfung (Content-Management) dar. Sie ermöglichen eine Vernetzung von Menschen mit gemeinsamen Interessen sowie eine Vernetzung mit unterschiedlichen Medien. Sie sind einfach in der Bedienung und können meist ohne Kostenaufwand betrieben werden.
Der Begriff Weblog (das Blog) ist von den Begriffen Web und Logbuch abgeleitet.
Wer schreibt was?
  1. Blogs mit Posts und Kommentaren zu persönlichen Interessen und / oder Darstellung der eigenen Person
  2. Blogs betrieben im Auftrag einer Firma oder von Journalisten, als interne und externe Organisationskommunikation oder als journalistische Publikation
  3. projektbezogene Blogs, von mehrere Personen betreiben (kollaborative Weblogs), als Medium der Expertenkommunikation und des Wissensmanagements
Sprache im Weblog
  • konzeptionelle Mündlichkeit (Nahkommunikation)
  • kreative Wortschöpfungen
  • im Vergleich zu Chats eine stärkere Orientierung an den orthographischen Normen
  • häufiges Auftreten von Anglizismen
  • Mimik und Gestik müssen durch Sprache ausgeglichen werden 

    Siehe auch: Schönberger 

Hypertexte und Hypermedien: was es ist und worauf man im Unterricht achten sollte


Was sind Hypertexte & Hypermedien?
- vernetzte Textabschnitte, die nach bestimmten Vorgaben zur Auswahl stehen
- bestehen aus verschiedenen 'Modulen' oder auch Seiten, die miteinander durch Links vernetzt sind → „nicht-lineare Texte“
- Links ergeben sich aus der Strukturierung der Internetseite und aus der Reihenfolge und Auswahl zuvor gelesener Abschnitte → Struktur passt sich Bedürfnissen (Interessen, Leseweg) der LeserInnen an
- neben den Textbestandteilen ist es auch möglich, den Text mit Videos, Bildern oder Audio-Dateien zu verknüpfen → Hypermedium
- häufig und schnell veränderbar
- haben keinen festgelegten Anfang / kein festgelegtes Ende
Was ist in Bezug auf das Lesen und Produzieren zu beachten?
- Hypertexte zu lesen erfordert wesentlich mehr geistige Anstrengung und höhere Lesekompetenz als das Lesen linearer Texte, da die einzelnen Module je nach Auswahl nur wenig miteinander verknüpft sind.
- Das Rezipieren von Hypermedien kann, ebenso wie z.B. bei einem Bilderbuch, durch die vernetzten Medien vereinfacht oder erschwert werden, je nachdem, wie die verschiedenen Medien inhaltlich aufeinander aufbauen, bzw. verknüpft sind, es sind aber in jedem Fall zusätzliche Kompetenzen nötig.
-Das Produzieren von Hypertexten ist wesentlich komplexer, als das Schreiben linearer Texte, da die einzelnen Module auch sinnvoll bleiben müssen, wenn sie einzeln, am Anfang oder am Ende des Leseprozesses gelesen werden. Außerdem werden Kompetenzen gebraucht, die es technisch ermöglichen, Hypertexte zu produzieren.
- Hypermedien zu produzieren bedeutet vor allem, dass Kompetenzen nötig sind, die verschiedenen Medien mit dem Text zu vernetzen.
vor allem schwächere SchülerInnen wären zwar motiviert mit Hypertexten & -medien zu arbeiten, haben aber nicht die notwendigen Kompetenzen. 

 Siehe auch: Braaksma; Rijlaarsdam; Bergh & Madrid Lopes

Blogs und Ästhetik

http://zuckerzimtundliebe.wordpress.com

http://www.kabrett.de

These:

Blogs bieten vor allem durch ihre innerliche und äußerliche Vielfalt Ästhetik.

Blogs und Schule

www.wolf-klasse.de

www.lisarosa.wordpress.com


 Thesen:


Blogs bieten mehr Möglichkeiten zum Nutzen im Unterricht als die meisten anderen Medien.

Die erforderlichen Kompetenzen zur Produktion eines individuellen Schülerblogs sind im Vergleich zum Schreiben bei Facebook oder Twitter deutlich anspruchsvoller und können leicht überfordern.

Die Veröffentlichung von Schülerarbeiten in von ihnen selbst erstellten Blogs ermöglicht eine Würdigung und Wertschätzung dieser, welche im Rahmen der Schule nicht möglich ist.